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hauseingänge + eingangshallen, 

new entryways for munich.

the first impression is the strongest (first cut is the deepest)

in zeiten der pandemie bekommen unsere wohngebäude einen neuen stellenwert. das erleben der benutzeroberfläche eines hauses beginnt nach dem opAschen eindruck der fassade direkt mit der bewegung der eingangstür.

der erste physische ganzkörperkontakt, der alle sinne adressiert, findet dann unmittelbar dahinter statt.

diese hauseingänge empfangen die bewohner und deren gäste mit einem prägendem ersten eindruck.
 

ein guter empfang nobiliitiert den bewohner und erzeugt eine herzliche vertrautheit.

eingänge sind orte für alle, auch wenn sich durch sie die bewohner und besucher eines gebäudes in die individuellen räume bewegen, sind hauseingänge selbst gemeinschafsräume – oft die einzigen die ein haus besitzt.
mal zufällig und mal gezielt, sind sie treffpunkte zwischen stadt und wohnung an denen sich neue kontakte knüpfen und nachbarschaten pflegen lassen.

schon vor der pandemie ist in vielen zeitgenössischen bauten diese rolle der eingangsbereiche wieder wichtiger und großzügiger gestaltet worden – als forum für die interne kommunikation, welche sich über das physische hinaus mit dem leben der hausgemeinschaft verbindet.

eine entwicklung, die, verstärkt durch die ereignisse und erfahrungen aus den lockdowns, an neuer bedeutung gewinnt, wenn sich die privaten eingänge wieder zu alten sowie nun auch neuen formen des miteinanders öffnen.
die haptische qualität der oberflächen, die akusAk die in das sAegenhaus fliesst, der geruch - der parfum des hauses erzeugen eine unverwechselbare atmosphäre.

zusammen mit der lichtsituation, den angeboten für orientierung, kommunikation, post und abstellflächen ensteht ein kommentar zur kultur der zeit des enstehens und benutzens.

diese benutzeroberfläche ist gleichzeitig öffentlich und privat, obwohl für die hausgemeinschaft zur verfügung, sehr persönlich und macht einen stolz wie ein gut geschnittenes kleidungsstück.

Lehrstuhl:Entwurf und Raum