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Forms of Living, 

In den letzten fünf Jahrzehnten haben sich die Lebensmodelle in Deutschland grundlegend verändert. Der ab 1960 massiv zugenommene Wohlstand in Westdeutschland und der markante Anstieg des Bildungsniveaus haben zu einer ausgesprochenen Individualisierung und Heterogenisierung der Lebensverläufe geführt. Dass solche tief greifenden Wandlungsprozesse in Richtung Individualisierung auch die Wohnformen beeinflussen, überrascht nicht. Gegenwärtig ist der Single-Haushalt die vorherrschende Haushaltsgröße. Das Wohnen in der Kleinfamilie ist heute nur noch für einen geringen Teil der Bevölkerung relevant. Erstaunlich dabei ist, dass der Wohnungsmarkt primär von wirtschaftlichen Aspekten geleitet ist, statt den Wandel in der Gesellschaft in neuen Wohnformen darzustellen. Der enorme Pluralismus an Lebensentwürfen hat zu einer Vervielfältigung der Wohnformen geführt. Neue Wohnformen wie das Wohnen auf Zeit, multilokales Wohnen, Wohnen im Alter, Wohnen und Arbeiten unter einem Dach, Generationenwohnen, Großwohngemeinschaften werden im Alltag gelebt und rücken vermehrt in den Fokus der Planenden. Eine weitere Herausforderung für die Schaffung von Wohnraum ist, dass Bestandsgebäude umgenutzt werden müssen oder sollen. Oder durch die Verdichtung in Großstädten baulich schwierige Bedingungen herrschen können.

Studierende: 

Alicia Esterl, Gina Faltin, Greta Pelger, Laura Kleftopoulou, Lilli Anka, Lisa Werner, Livia Krajcsy, Luisa Reichardt, Melanie Joas, Melanie Schmidbauer, Paul Wilken, Theresa Gebhard

Lehrstuhl:Entwurf und Raum
Projekt:Hauptentwurf
Thema:Forms of Living
Zeitraum:WiSe 24/25